Kreisjägerschaft Gütersloh e.V.

 

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Termine:
 
 

      Hegering Rietberg e.V. – Termine 2017

Datum

Uhrzeit

Veranstaltung

Fr. 21.04.17   19:30 Uhr JHV der KJS Gütersloh - Gaststätte Schlüters Clarholz
Sa. 29.04.17   KMS im jagdlichen Schießen in Warendorf
Sa. 10.06.17   09:00 Uhr Hegering - Pokalschießen in Buke
Sa. 10.06.17   10:00 Uhr Landesjägertag in der Stadthalle Gütersloh
So. 25.06.17   18:00 Uhr Bläserauftritt in der Basilika im Bibeldorf
Mi. 02.08.17   16:00 Uhr Ferienspiele - Abschluss Forum Natur
Sa. 07.10.17   15:00 Uhr Jagdparcoursschießen in Buke
So. 22.10.17   10:00 Uhr Rollende Waldschule im Klimapark Rietberg

 

Sicherheit vor Jagderfolg

Wenn im Herbst ein lautes „Hop hop“ auf den Feldern und Wiesen ertönt, ist dies ein sicheres Zeichen dafür, dass die
Niederwildsaison begonnen hat. Von Mitte Oktober bis Mitte Januar dürfen bis auf wenige Ausnahmen fast alle Wildarten
bejagt werden. Auf den dramatischen Rückgang von Fasanen und Hasen haben viele Revierinhaber bereits mit Jagdabsagen
reagiert. Bei den jährlich noch stattfindenden Treibjagden handelt es sich um Gesellschaftsjagden, für die strenge
Sicherheitsregeln gelten. Grundlage sind die Unfallverhütungsvorschriften der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft.

„Die Sicherheit der Beteiligten hat oberste Priorität. Sie steht vor dem Jagderfolg“, betont Hegeringleiter Reinhard Hermelingmeier.
„Bevor der Schütze Wild anvisiert, müsse er seine Umgebung genau in Augenschein nehmen und eine Hintergrundgefährdung
ausschließen“. Ein Schrotschuss in Richtung Personen, Haus- oder Nutztieren, Autos und Siedlungen ist streng untersagt.
Um Jagdunfälle zu vermeiden, müssen Treiber und Schützen orangefarbene Signalkleidung tragen. So werden sie auch bei
schlechten Wetterverhältnissen besser wahrgenommen.

Zur Vorbereitung auf die Niederwildsaison  bietet der Hegering Rietberg seinen 360 Mitgliedern regelmäßig Übungsschießen in Buke,
Krentrup und Warendorf an, damit die Sicherheit im Umgang mit Büchsen, Flinten und Faustfeuerwaffen überprüft werden kann.

 

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Rückblick:
 
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Jagdparcoursschießen am 07.10.2017 in Buke

Jäger des Hegerings Rietberg trafen sich jetzt auf dem Schießstand in Buke, um sich mit der Waffe auf die
Niederwildjagd vorzubereiten. Unter der Leitung von Schießobmann Heinz Jürgen Schulte wurde erneut der
sichere Umgang mit der Waffe geübt, wobei die Sicherheit bei der Abgabe des Schusses im Vordergrund stand.
Dieses Übungsschießen ist erforderlich, um Unfälle bereits im Vorfeld auszuschließen
bzw. auf das höchst mögliche Maß auszuschließen.

Der Hegering Rietberg macht in dem Zusammenhang auch auf folgende andere Unfallrisiken, z. B. mit Rehwild
in der Herbstzeit aufmerksam: Während das Rehwild in den Frühjahr- und Sommermonaten, ja bis in den Frühherbst
hinein, in kleinen Sprüngen (eins, zwei oder drei Stück) in guter Deckung zusammen steht, tritt es in den Spätherbst-
und Wintermonaten in größerer Zahl zusammen auf. Das können bis zu 10 Tiere und mehr sein, die dann – da keine
Frucht mehr auf den Feldern steht und die Bäume sich laubfrei zeigen – weithin sichtbar sind. Das Rehwild ist in dieser
Zeit sehr leicht zu erschrecken und flüchtet bei der geringsten Störung. Erfolgt dieses Aufschrecken dann noch durch
einen freilaufenden Hund, so ist eine panikartige Flucht, die all zu oft auf der Fahrbahn vor einem Auto endet und dabei
Sachschäden noch die leichtesten Folgen sind.   

Solche Gefahrenstellen sind im Hegering Rietberg in allen sieben Ortsteilen vorhanden. Wie zum Beispiel:
auf der Westerwieher Straße in den Ortsteilen Rietberg und Westerwiehe, auf der Lippstädter Straße in Mastholte-Süd,
Gütersloher Straße in Neuenkirchen und Varensell oder auf der Batenhorster Straße in Bokel, um nur einige zu nennen. 

Um die Unfallzahlen mit Rehwild zu reduzieren, ruft der Hegering die Verkehrsteilnehmer und Spaziergänger zu mehr
Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme auf. Daher sollten die Kraftfahrer an den genannten Stellen sehr aufmerksam das
Umfeld im Auge behalten. Spaziergänger mit Hunden werden gebeten, ihre Hunde unbedingt an der Leine zu führen.
Rehwild kann nichts so in Panik versetzen, wie ausgerechnet freilaufende Hunde, die ihrem natürlichen Instinkt
entsprechend, das Rehwild lautstark verfolgen.

     

 

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Pokalschießen am 10.06.2017 in Buke

Wir hatten 16 Teilnehmer. Edgar Erves hatte wie im Vorjahr von Verlagen, Jagdausstattern und sonstigen Gönnern Preise besorgt.
Diese wurden wertmäßig zusammengestellt und aus einem Hut gezogen. Hierdurch bekam jeder Teilnehmer einen wertmäßig gleichen Preis zum
Ansporn der Teilnahme. Alle Teilnehmer waren hoch zufrieden.

1. Platz: Jürgen Schulte
2. Platz: Jörn Leßmann
3. Platz: Heinz Lütkenkemper

            

 

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Ferienspiele 2017

Der Hegering Rietberg beteiligt sich seit nunmehr 20 Jahren erfolgreich an den Ferienspielen der Giebelstadt. 
In diesem Jahr konnte Hegeringleiter Reinhard Hermelingmeier  erneut über  50 Mädchen und Jungen im Alter von sechs bis 12 Jahren 
auf dem Parkplatz an der Westerwieher Straße begrüßen. In 14 Gruppen eingeteilt ging es anschließend  mit den dafür  beauftragten
Jägerinnen und Jägern zu einem Reviergang durch die Jagdbezirke der einzelnen Ortsteile der Emsstadt. Unter der Überschrift
„ Auf den Spuren von Hase, Fuchs und Reh“ lernten die Kinder hochmotiviert das wild lebende Haarwild bzw. Gefiederte näher kennen
und wurden dabei von den begleitenden Jäger/rinnen über Eigenarten und Lebensweisen der Tiere unterrichtet.
Sie erfuhren vieles über Flora und Fauna, was sie vorher noch nicht gehört bzw. gesehen hatten.

So können sie in Zukunft die Verhaltensweisen der Lebewesen in freier Wildbahn besser verstehen. Dabei sammelten sie einige
Fundstücke, die sie am Wegesrand entdeckten, um diese später im „Forum Natur“  zur Sprache zu bringen. Hier wurden die Kinder
erneut vom Hegeringleiter Hermelingmeier, nun im Beisein der Eltern, willkommen geheißen. Im Park wurden sie zusätzlich von den
Jagdhornbläsern des Hegerings sowie vom Falkner Helmut Schierl mit seinem Wüstenbussard begrüßt.

Hermelingmeier nannte in dem Zusammenhang besonders seinen Vorgänger Wilhelm Spanner und dessen Stellvertreter
Dr. Dietmar Struck, von denen die Pirschgänge mit Kindern im Rahmen der Ferienspiele in das Programm des Hegerings eingeführt wurden.
Ihre Zielsetzung war und ist heute noch, die heimische Flora und Fauna den Kindern näher zu bringen. Ihnen galt der Dank des Hegeringsleiter,
wie auch Martin Hillemeyer als Koordinator der Ferienspiele bei der Stadt Rietberg, sowie allen aktiven Helfer/innen, ohne deren Einsatz so eine
Veranstaltung nicht optimal durchs „Forum Natur“ gebracht werden kann bzw. konnte. 

Mit viel Begeisterung berichteten die Kinder jetzt von ihren Erlebnissen und welche Tiere sie während des Pirschganges aufs Fell bzw.
aufs Gefieder schauen konnten. Das war natürliche die ganze Palette der im hiesigen Raum anzutreffenden Fauna, angefangen von dem Flugwild,
wie: Gänse, Enten, Fasanen Tauben und vieles mehr, bis hin zum Haarwild, wozu unter anderem Rehe, Hasen oder Kaninchen gehören.
Das Jagdhornbläserkorps des Hegerings, blies dazu die einzelnen Jagdsignale, was einen weiteren Höhepunkt darstellte. In dem Zusammenhang ist
erwähnenswert, dass unter den Instrumentalisten der erst neunjährige Matti Siebelt aktiv war.
Er errang kürzlich das Bläserhutabzeichen und blies nun mit den Erwachsenen kräftig ins Horn.

Viel Beachtung fand auch der Wüstenbussard von Falkner Schierl, der den Kindern alle Fragen über seinen Greif beantwortet.
Mit leuchtenden Augen schauten die Mädchen und Jungen dabei dem Vogel auf das braune Gefieder. Als weiterer Höhepunkt ist zu erwähnen,
dass jedes Kind aus Anlas des 20. Revierganges, einen Rieti geschenkt bekam. Der eingestellte Hunger und Durst konnte mit dem vom Hegering
gespendeten Gegrillten sowie kühlen Getränken und nicht zuletzt von Irmgard Schalk und Christel Edenfeld  mit gebackenen Waffeln gestillt werden.
 

        
  
Die Mädchen und Jungen bekamen aus Anlas des 20. Pirschganges in Folge je einen Rieti überreicht.

         
         


            
     
Als Geburtstagskuchen servierten Irmgard Schalke                                                     Glücklich und zufrieden kehrten die Kinder nach ihrem Reviergang
            und Christel Edenfeld hausgemachte Waffeln.                                                   ins Forum Natur ein und hörten den Signalen des Jaghornbläsercorps zu. 
                                                                                                                              Mit bei den Bläsern der neunjährige Matti Siebelt, der kräftig mit ins Horn blies
.
            


 


Der Natur auf der Spur

Zum 20. Mal lädt der Hegering Rietberg alle Ferienkinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren zu einem spannenden Pirschgang
in die heimischen Reviere ein, um die Flora und Fauna besser kennenzulernen. Das erlebnisorientierte Freizeitangebot startet
am Mittwoch, den 2. August 2017 um 16 Uhr auf dem Parkplatz an der Westerwieher Straße gegenüber dem Elli-Center.

Zur Ausrüstung gehören festes Schuhwerk oder Stiefel, lange Hose – und wenn vorhanden – ein Fernglas.
Aus organisatorischen Gründen wird eine Teilnahmegebührvon 3 € erhoben. Inhaber des Rietberg-Passes zahlen die Hälfte.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Zum Abschluss treffen sich alle Aktiven zum Grillfest am Forum Natur im Gartenschaupark Rietberg.
Mit von der Partie sind die Falkner und Jagdhornbläser des Hegering Rietberg. Weitere Infos und Anmeldungen bei dem Lernort Natur-'
Beauftragten Roland Herbort unter der Rufnummer 02944 – 2700.

 

Gemeinsamer Einsatz für Fichte und Waldkauz

Ein neuer „Baum des Jahres“ hat seinen Platz auf dem Gelände des Forum Natur im Gartenschaupark Rietberg gefunden.
Vertreter der Partnergruppen setzten nach einem Walnussbaum, einer Traubeneiche, einem Feldahorn und einer Winterlinde
in diesem Jahr eine junge Fichte in den Boden. Die gemeine Fichte kann bis zu 50 Meter hoch werden und ist die einzige in Deutschland
natürlich vorkommende Fichtenart und gilt auch als Brotbaum der Forstwirtschaft.

Helmut Kammermann und Peter Milsch vom Gartenschaupark, Hans-Martin Bröskamp und Wilhelm Gröver vom Kreisumweltamt,
Reinhard Hermelingmeier vom Hegering Rietberg und Uwe Tiemann von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald griffen gemeinsam zu den
Spaten. Um die Pflege des Baumes kümmert sich in diesem Jahr die Jägerschaft und sorgt in den Sommermonaten für die regelmäßige Bewässerung.

Mit einem selbst gebauten Nistkasten für den Waldkauz machte Uwe Tiemann dem Gartenschaupark ein weiteres Geschenk und leistete
damit einen wichtigen Beitrag für den Vogel des Jahres 2017.

Das Forum Natur wird unterstützt von der Biologischen Station Gütersloh-Bielefeld, der Unteren Landschaftsbehörde des Kreises Gütersloh,
dem Hegering Rietberg, der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und dem Gartenschaupark Rietberg.
 


  

  
Aufgeforstet: (v.l.) Parkmeister Helmut Kammermann, Parkchef Peter Milsch,
   Hans-Martin Bröskamp und Abteilungsleiter Wilhelm Gröver vom Kreisumweltamt Gütersloh,
   Hegeringleiter Reinhard Hermelingmeier und Kreisvorsitzender der Schutzgemeinschaft
   Deutscher Wald Uwe Tiemann pflanzten im Forum Natur gemeinsam eine junge Fichte in die Erde.

 

Tonnenweise Müll aus Wald und Flur gefischt

Rietberg. Alle vier Jahre ist das Frühlingserwachen im Rietberger Land mit einer großen Flursäuberungsaktion verbunden.
Zum siebten Mal hatte der Hegering Rietberg (GT) in Kooperation mit dem städt. Umweltamt die flächendeckende Müllsammelaktion
verantwortlich organisiert.

„Es ist beeindruckend, dass wir Jäger mit wenig Aufwand so viele umweltbewusste Bürger, Vereine und Schulklassen in unserer Stadt
mobilisieren und damit ein Zeichen für den Umweltschutz setzen können“, lobte HL Reinhard Hermelingmeier alle Aktiven. Genau 227
freiwillige Helfer aller Generationen sammelten am 18. März 2017 bei Sturm und Regen im gesamten Stadtgebiet 10,3 Tonnen Müll und Unrat ein.
Mit 35 Fahrzeugen und Anhängern sorgten die Jäger für den Abtransport des Sammelgutes zum Recyclinghof
Kathöfer in Rietberg. Die Müllgebühren zahlte das Umweltamt.

In jedem Stadtteil wurden bekannte Straßen, Plätze und Wäldchen angesteuert, um die Landschaft  von wilden Müllkippen und vom
Sperrmüll zu befreien. Dabei kamen zwei Sofas, mehrere Autoreifen, ein Kühlschrank, zwei Fahrräder, ein Computer, ein Waschbecken,
Verpackungsmüll, Flaschen und jede Menge Werbeprospekte zum Vorschein. Die Gesellschaft 'zur Entsorgung von Abfällen im Kreis Gütersloh
(GEG) hatte im Vorfeld alle Umweltschützer mit Arbeitshandschuhen, Warnwesten, Greifzangen, Kappen und Mülltüten ausgestattet.

Zum Schluss bedankte sich der Beigeordnete Dieter Nowak im Namen des Bürgermeisters beim Hegering für die vorbildliche Organisation
und den ehrenamtlichen Einsatz aller Aktiven, die sich zum Dank mit leckerer Wildbratwurst und Fritten stärken konnten.




                    
                                              Unser Gruppenfoto zeigt die aktiven Jägerinnen und Jäger nach ihrem ehrenamtlichen Einsatz
                         vor einem großen Müllberg auf dem Recyclinghof Kathöfer in Rietberg.

 

Die Jagd gehört in die Mitte unserer Gesellschaft

Ehrungen, umfangreiche Berichte und der Auftritt der Jagdhornbläser standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung am 2. März 2017 im Hotel Adelmann, zu der der Hegering Rietberg seine 358 Mitglieder und Ehrengäste eingeladen hatte.

„Die Jagd gehört in die Mitte unserer Gesellschaft. Land und Leute wollen wir nicht den Jagdgegnern und Ideologen überlassen.“
Deutliche Worte richtete der Vorsitzende Reinhard Hermelingmeier an die Anwesenden im voll besetzten Saal bei Adelmann.

„Trotz aller Angriffe von außen kämpft der Hegering Rietberg seit Jahren für ein ideologiefreies und praxisorientiertes Jagdrecht in NRW“,
so der Hegeringleiter vor zahlreichen Ehrengästen. Der Dank Hermelingmeiers galt insbesondere dem heimischen Landtagsabgeordneten
André Kuper, der die Volksinitiative der Waidmänner mit 117.000 Unterschriften unterstützt und die Rietberger Delegation bei der größten
Jägerdemonstration aller Zeiten gegen das neue Landesjagdgesetz begleitet hatte. „Das war eine der beeindruckensten Protestaktionen
vor dem Düsseldorfer Landtag, die ich je gesehen habe“ kommentierte der CDU-Landtagsabgeordnete und frühere Bürgermeister André Kuper
in seinem Grußwort. Er dankte dem Hegering für die außergewöhnlich gute Zusammenarbeit und sein Engagement zur Landesgartenschau und
in den Folgejahren im Forum Natur. Dem Hegering sei es zu verdanken, dass nach 60 Jahren wieder Weißstörche in der Rietberger Emsniederung
angesiedelt werden konnten.

Die anhaltende Niederwildmisere bereitet den Revierinhabern große Sorgen. Als Ursache vermuten Experten ungünstige Witterungsbedingungen,
veränderte Landbewirtschaftung, Wildkrankheiten und neue Pflanzenschutzmittel.

„Es liegt ein spannendes Jahr hinter uns, wenn ich an die erste Wolfssichtung in Mastholte-Süd, den Ausbruch der Geflügelpest verbunden
mit einem Jagdverbot auf Federwild und das unerwartete Schwarzwildvorkommen in Druffel und Rietberg denke. Insgesamt wurden 12 Schwarzkittel
erlegt, ein Rekordergebnis für unseren Hegering“, betonte Hermelingmeier in seinem Jahresrückblick.

Finanziell steht der Hegering auf soliden Füßen, wie der Schatzmeister Dirk Strothoff berichtete. Der Hegering konnte sich im letzten Jahr auch
über die Aufnahme von 18 Jungjägern freuen und damit einen neuen Mitgliederrekord von 358 organisierten Jägerinnen und Jägern vermelden.
Vielfältige Aktivitäten von einer Baumpflanzaktion im Gartenschaupark, einer Wildverkostung auf dem Rietberger Wochenmarkt über Ferienspielangebote
bis hin zu einem großen Grillfest mit Wildspezialitäten standen auf dem Jahresprogramm 2016.

Zum Schluss der Versammlung hatten der Vorsitzende der Kreisjägerschaft Gütersloh Ralf Reckmeyer und Hegeringleiter Reinhard Hermelingmeier
die angenehme Aufgabe, langjährige Mitglieder mit einer Ehrenurkunde und Treuenadel des Landesjagdverbandes NRW auszuzeichnen: Für ihre
25jährige Mitgliedschaft wurden Friedel Gadau, Theo Herbort sowie Andreas und Matthias Mense geehrt. Franz Dorenkamp, Bernhard und Josef
Eusterbrock, Heinz Grondorf, Manfred Isenberg und Bernhard Kellner wurden für ihre 40jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Bernhard Kleinehakenkamp
konnte eine Ehrenurkunde für seine 50jährige Mitgliedschaft in Empfang nehmen. Eine besondere Ehre wurde dem dienstältesten
Mitglied Helmut Rehage für seine 65jährige Mitgliedschaft zuteil.

Ein Film zum Thema erfolgreiche Blattjagd mit dem Experten Klaus Demmel rundete den informativen Abend ab.



                 







                 

 

 

 

Wegen Vogelgrippe sind die Taubentage im Sperr- und Beobachtungsgebiet im südöstlichen Kreisgebiet ausgesetzt

Die untere Jagdbehörde des Kreises Gütersloh bittet, für 3 Samstage im Januar und Februar in den lokalen Jagdrevieren verstärkt Ringeltauben
zu bejagen. Wichtig ist dies, um Schäden an landwirtschaftlichen Flächen möglichst zu vermeiden. Dies gilt nicht für das wegen der Vogelgrippe
eingerichtete Sperr- und Beobachtungsgebiet in Rietberg-Westerwiehe und Umgebung, das am 22.12.2016 eingerichtet wurde. Dort soll die Jagd
mindestens bis Ende Januar ausgesetzt werden. Im übrigen Kreisgebiet, insbesondere dort, wo Tauben in Schwärmen auftreten, können und sollen
diese bejagt werden.

Das die Jagd im Sperr- und Beobachtungsgebiet unterbleiben soll, beruht darauf – so Dr. Bernhard Beneke, Leiter der Veterinärbehörde des
Kreises- , dass das Tierseuchenrecht, in solchen Gebieten die Bejagung von Federvieh während der laufenden Beobachtungsphase untersagt,
um eine Verbreitung der Krankheitserreger durch eventuell erkrankte und durch die Jagd beunruhigte Tiere zu vermeiden.

Dr. Wolfgang Schwentker, Leiter der Unteren Jagdbehörde des Kreises, bittet daher darum, zumindest bis Ende des Monats in diesem Gebiet
die Durchführung der Taubentage auszusetzen. Anfang Februar wird die Situation neu bewertet und anschließend eine weitere Informationen
erfolgen. Diese Vorgehen begrüßt auch Ulrich Bultmann als Geschäftsführer der hiesigen Landwirtschaftskammer. Nach Bultmann ist das Risiko
von Fraßschäden durch Ringeltauben derzeit geringer einzuschätzen als eine Gefahr und die Folgen einer weiteren Ausbreitung der Vogelgrippe.
Im übrigen Kreisgebiet sei vorerst unter Einhaltung der üblichen Hygienebedingungen eine Taubenbejagung weiter möglich; allerdings sollten
Geflügelhalter auf eine strikte Vermeidung von Virusverbreitungen achten und im eigenen Interesse am besten momentan auf die Federwildjagd verzichten.

Ralf Reckmeyer, Vorsitzende der Kreisjägerschaft des Kreises Gütersloh, unterstützt diese differenzierte Vorgehensweise ausdrücklich und
bittet um verantwortungsvollen Umgang mit dieser sensiblen Thematik. Er empfiehlt, momentan in der Nähe von geflügelhaltenden Betrieben
ganz auf eine Bejagung zu verzichten.

Allgemein gilt nicht nur für Jäger, sondern auch für Spaziergänger in Feld und Flur im Hinblick auf die Vogelgrippe vorsichtig und umsichtig
zu handeln: Wer einen toten Wasser- oder Greifvogel in der Natur findet, sollte ihn nicht berühren, sondern unter Angabe des Fundortes
das örtliche Ordnungsamt informieren.
 

Reinhard Hermelingmeier

Hegeringleiter

 


Taubenbejagung 2017

Der Hegering Rietberg ruft alle Revierinhaber und Eigenjagdbesitzer dazu auf, sich zur Vermeidung übermäßiger Wildschäden
an landwirtschaftlichen Kulturen an der kreisweiten Ringeltaubenbejagung an den Samstagen 21. Januar, 04. und 18. Februar 2017
aktiv zu beteiligen. Die Bejagung ist am erfolgreichsten, wenn sie großräumig und flächendeckend, d.h. in möglichst vielen Jagdbezirken
gleichzeitig erfolgt.

Weil die Pflege des jagdlichen Brauchtums für den Hegering Rietberg einen hohen Stellenwert hat, treffen sich alle Taubenjäger und
deren Gäste zum gemeinsamen Streckelegen und Verblasen der Strecke am Samstag, den 18. Februar 2017 bei Einbruch der
Dunkelheit auf dem Hof von Dirk Strothoff in Rietberg – Bokel, Lannertstr. 81. Die erlegten Ringeltauben können an Ort und Stelle vermarktet werden.

Im Anschluss lädt der Hegering Rietberg alle Jägerinnen und Jäger zu einem zünftigen Schüsseltreiben auf der Deele herzlich ein.
Die aktiven Mitglieder des Jagdhornbläserkorps des Hegering Rietberg werden gebeten, ihre Instrumente mitzubringen.

Der Vorstand bittet um rege Teilnahme.